Gross und klein feiert in St. Gallen
Am Samstag, 13. Juni, luden die katholische und die evangelisch-reformierte Kirche erstmals zum Familienfest «Kirche Kunterbunt» in den Stiftsbezirk St.Gallen ein. Nicht nur das Wetter spielte perfekt mit: Rund 1000 Gäste und zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer trugen dazu bei, dass der Anlass zu einem vollen Erfolg wurde. Das Organisationskomitee zieht eine äusserst positive Bilanz.
Dem Namen gerecht
Bereits der gemeinsame Auftakt auf dem Klosterplatz am Vormittag machte deutlich: Dieses Fest wird seinem Namen gerecht. Von der Schutzengelkapelle über die Turnhalle und die Kathedrale bis zur Kirche St. Laurenzen und dem Kreuzgang der Stiftsbibliothek verwandelten sich zahlreiche Orte in kreative Erlebnisräume für Gross und Klein.
In den vielfältigen Ateliers wurde gezaubert, gebastelt, gemalt, gespielt, gerätselt, geturnt und gesegnet. Ein besonderer Publikumsmagnet war die grosse Hüpfkirche auf dem Klosterplatz, die zum Klettern und Springen einlud. Kurz vor Mittag versammelten sich alle Teilnehmenden zur gemeinsamen Feier in der Kathedrale.
Danach gab es für alle Hot Dog Zopf, Äpfel, Biberli und Getränke. Vor allem aber prägten eine entspannte Atmosphäre, fröhliche Begegnungen und strahlende Gesichter den Tag.
Begeisterte Rückmeldungen
Das Organisationskomitee zeigt sich hochzufrieden. Infrastrukturverantwortlicher Dani Eugster: «Dank der sorgfältigen Vorbereitung und dem grossen Einsatz vieler Freiwilliger verliefen Aufbau und Fest reibungslos. Das war beeindruckend.» Für Ursula Schelling, Beauftragte für Familie und Kind der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, war das Fest in mehrfacher Hinsicht besonders: «Das schöne Wetter ermöglichte es uns, den Aussenraum optimal zu nutzen. Mein persönlicher Hühnerhautmoment war der Augenblick, als sich die Kinder in der Kathedrale rund um den Altar versammelten.»
Ein besonderer Tag
Auch Matthias Koller Filliger von der Fachstelle Partnerschaft-Ehe-Familie im Bistum St.Gallen blickt begeistert zurück: «Schon am Morgen war spürbar, dass dies ein friedlicher und besonderer Tag werden würde. Die vielen positiven Rückmeldungen und die grosse Wertschätzung haben uns sehr gefreut.» Madeleine Winterhalter, Leiterin der Fachstelle Partnerschaft-Ehe-Familie, hebt besonders die Atmosphäre hervor: «Die Menschen waren in Bewegung, aber ohne Hektik. Genau das war unser Ziel: Freude und Begegnungen ermöglichen – sich einfach willkommen fühlen. Das steht nicht nur auf Schildern, sondern war in der Haltung aller Beteiligten spürbar. Besonders schön war die Vielfalt der Gäste aus unterschiedlichen Nationen und aus dem ganzen Bistum.»
«Kirche Kunterbunt» wächst weiter
In der Ostschweiz bestehen bereits 22 Initiativen von «Kirche Kunterbunt» – teilweise katholisch, vielfach ökumenisch und vereinzelt auch reformiert. Mit dem grossen Familienfest wollten die Veranstaltenden die Idee von «Kirche Kunterbunt» einem noch breiteren Publikum bekannt machen.
«Es ist etwas Besonderes, wenn gemeinsam etwas Grosses entsteht», sagt Ursula Schelling. Aus diesem Grund hatten sich das Bistum St.Gallen und die evangelisch-reformierte Kirche zusammengeschlossen, um das Fest gemeinsam auf die Beine zu stellen.
«Kirche Kunterbunt»
«Kirche Kunterbunt» stammt ursprünglich aus England und ist eine frische, kreative Form von Kirche für Familien. Sie richtet sich an alle Menschen, unabhängig davon, wie nahe ihr Bezug zur Kirche ist. Sie lädt dazu ein, Glauben gemeinsam, lebensnah und generationenübergreifend zu entdecken. Typisch sind bunte Mitmachangebote, Spiel, Kreativität, Bewegung und gemeinsames Feiern. Mehr Infos unter kirche-kunterbunt.de
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