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Kirche

Begeisterung, die ansteckt

27.07.2022
Die Evangelische Kirchgemeinde Frauenfeld belegt den dritten Platz beim landeskirchlichen Impulspreis 2022. Sie konnte mit dem Jugendprojekt «Lighthouse27» überzeugen, das nun anderen Gemeinden als Vorbild dienen soll.

«Lighthouse27» – zu Deutsch: «Leuchtturm27 » – vereint seit 2019 die vielzähligen Angebote der Jugendarbeit in der Evangelischen Kirchgemeinde Frauenfeld. Der hippe Projektname steht für ein alters- und aufgabendurchmischtes Angebot für Jugendliche ab der sechsten Klasse bis hin zu jungen Erwachsenen im Alter von 21 Jahren. Im Zentrum steht der alle zwei Wochen stattfindende Gottesdienst am Freitagabend mit hauseigener Band und Lounge. Auch ein Teenscamp gehörte jedes Jahr zum festen Bestandteil der ursprünglichen Jugendarbeit. Das Projektteam von «Lighthouse27» krempelte dieses komplett um und konzipierte für die Urlaubswoche im spanischen La Torre del Sol einen neuen Ansatz.

Logistische Herausforderung
«Zwei Tonnen Material in Form von Bandausrüstung, Lichtshow und Bühnenelementen mussten wir dafür nach Spanien bringen», erzählt Sozialdiakon Samuel Ammann. Der zusätzliche Aufwand machte sich bezahlt: Die Anzahl der Teilnehmenden schnellte bereits im ersten Jahr nach oben und so reisten anfangs Oktober 2021 gemeinsam mit dem Leiterteam knapp 90 Personen nach Spanien. Mit dem neuen Konzept wurde zudem ein weiteres Bedürfnis erfüllt: Die Alterslimite konnte nach oben geschraubt werden. Ammann betont, dass ein Grossteil der Planung und der Angebote von den jungen Erwachsenen selbst durchgeführt wird. «Wir von der Jugendarbeit sehen uns eher als Coaches, die den Jugendlichen helfend zu Seite stehen.»

Projekt, das vernetzt
Der Einsatz, der auch auf Bildern und Videos eingefangen wurde, ist nicht unentdeckt geblieben: Mit dem Camp belegt die Evangelische Kirchgemeinde Frauenfeld nämlich den dritten Platz beim Impulspreis 2022. Dieser ist mit 1000 Franken dotiert und wird in diesem Jahr zum dritten Mal von der Evangelischen Landeskirche Thurgau verliehen. Kirchenrätin Ruth Pfister erklärt, was sie und die weiteren Jurymitglieder überzeugt hat: «Die Begeisterung hat im Nachhinein auch auf den Rest der Kirchgemeinde ausgestrahlt.» Zudem habe das Projekt zu einer Vernetzung beigetragen: generationenübergreifend in der Kirchgemeinde, aber auch überregional, indem Jugendliche und junge Erwachsene aus anderen Kirchgemeinden am Camp teilnehmen durften.

 

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(Emil Keller)


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