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Kultur

Männer singen Psalmen

Sie tragen rote Brusttücher oder Blusen, singen Psalmen und sind Fischer oder Bauern. Nun treten sie – im Sinn des Psalms 98 «Meer und Berge jubeln zusammen» – gemeinsam auf: Der Mannenkoor «Halleluja» aus dem holländischen Urk und der Jodelclub «Säntisgruess» aus dem Toggenburg.

Es gibt vieles, was die Schweiz und Holland verbindet. Der Rhein, aber auch die Geschichte unserer Völker, die geprägt ist vom Willen zur Freiheit, zu Gerechtigkeit und Demokratie. Im «Wilhelmus», der holländischen Nationalhymne, heisst es: «… die Tyrannei zu vertreiben, die mein Herz verwundet.» Dieses Lied aus dem 16. Jahrhundert aus Holland wurde 1613 von Schweizern übernommen. Jetzt hiess es: «Wilhelm bin ich der Telle von Heldes Muet und Bluet, mit mynem Pfyl gar schnelle, han ich die Fryheit dem Vaterland erworben, vertrieben Tyranny.»

Psalmen gingen umgekehrten Weg
Die 150 Psalmen in den holländischen Gesangbüchern sind den umgekehrten Weg gegangen. Sie stammen aus Genf und sind Früchte der Schweizer Reformation. Der Weg lief vom Toggenburger Zwingli in Zürich über seinen Nachfolger Bullinger, der sich mit Calvin in Genf zusammentat, auch nach Holland. Die Reformation bedeutete einen Umschwung in Kirche und Gesellschaft. Bildung, Wissenschaft und Handel blühten auf. Mit der «protestantischen Arbeitsmoral» konnte sich später die moderne Industriegesellschaft entwickeln. Man spricht in Holland vom «Goldenen Zeitalter». 

Meer und Berge jubeln zusammen
Diese gemeinsamen Wurzeln bringen nun die 66 Männer des Mannenkoors «Halleluja» in die Schweiz zurück. Viele Chormitglieder sind Fischer. Sie tragen als Tracht rot-weisse Fischerblusen. Ihr Liedgut sind die Psalmen. Die Mitglieder des Jodelclubs Säntisgruess, Unterwasser-Wildhaus, sind Sennen oder Bauern. Sie tragen als Tracht das rote «Bruschttuech». Sie singen «Toggenburger Psalmen» von Peter Roth und Naturjodel. Meer und Berge jubeln also im Juni zusammen. Zudem kommt es in Rapperswil zu einem Auftritt mit der Kantorei Rapperswil-Jona.

 

Text: Walter Hehli, Bild: zVg   – Kirchenbote SG, Juni-Juli 2019

Meer und Berge jubeln zusammen – Konzertdaten

Alt St. Johann, Klosterkirche

Donnerstag, 13. Juni, 20.15 Uhr
Mannenkoor «Halleluja», Dirigent Bert Moll, und Jodelclub Säntisgruess, Unterwasser-Wildhaus, Dirigent Hans-Jakob Scherrer. Kollekte

Rapperswil, Evangelische Kirche

Freitag, 14. Juni, 19.30 Uhr
Mannenkoor «Halleluja», Dirigent Bert Moll; evang. Kantorei Rapperswil-Jona, Dirigent Davide de Zotti. Kollekte


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KiK Sommerlager 2019  | Artikel

Noch Plätze frei!

Vom 6. bis zum 13 Juli gibt es für Kinder von 7–12 Jahren wieder eine tolle Woche im Bündnerland.

Im Lager in Flond hat es noch freie Plätze, die gerne besetzt werden möchten!

 

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Rückfragen und Anmeldung:

 Fachstelle Kinder Jugend Familie

Gaby Bürgi Gsell, Oberdorfstrasse 49, 9100 Herisau

Tel. 071 277 54 21 (nur für Rückfragen!)

E-Mail: gaby.buergi@ref-arai.ch

 

 


Friedensarbeit gestern und heute - mehr als ein moralischer Appell?  | Artikel

Donnerstag (Auffahrt), 30. Mai,

10.00 Uhr in der Kirche Wolfhalden

Im Gottesdienst-Gespräch begegnen sich  Menschen, die zum Teil bereits seit den 60er Jahren in der Friedensarbeit tätig sind, mit Menschen der jüngeren Generation, die heute aktiv sind.

 

Gesprächsgäste sind:

Ruedi Tobler, Walzenhausen, Präsident des Schweizerischen Friedensrates, ein alter „Ostermarschierer“

Urs Rennhard, Heiden, er war für das DEZA während der Balkankriege in den 90er-Jahren in Bosnien und Herzegowina und der Republika Srpska aktiv; 

Jessica García, Peace Brigades International PBI Schweiz, die bis 2/2019 einen Einsatz in Kolumbien hatte

Paula Schindler und Elisa Hochreutener, Klimagruppe AR, als  junge Aktivistinnen der Klimabewegung