Schwyzer Kirchenratspräsident gewählt

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27.04.2021
Die Synode der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche Schwyz hat Erhard Jordi zum neuen Kirchenratspräsidenten gewählt. Er folgt auf Heinz Fischer, der per Ende Jahr zurücktreten wird.

In der Wintersynode des vergangenen Jahres haben sowohl Kirchenratspr√§sident Heinz Fischer wie auch die amtierende Vizepr√§sidentin Regula Heinzer-W√§spi ihren R√ľcktritt bekanntgegeben. Nun hat die Versammlung der Schwyzer Kantonalkirche die L√ľcken in der Exekutive geschlossen.

Als neuer Kirchenratspräsident wählte die Synode Erhard Jordi. Jordi ist derzeit noch Kirchgemeindepräsident in Brunnen-Schwyz, werde dieses Amt aber per Ende Jahr abgeben. Bis zu seiner Pensionierung war Erhard Jordi Rektor des Kollegi Schwyz.

Als Nachfolge f√ľr Kirchenr√§tin Regula Heinzer-W√§spi w√§hlten die Abgeordneten Sandro Bugmann, Synodaler der Kirchgemeinde H√∂fe. Beide werden ihr neues Amt per Anfang 2022 antreten.

Neues Reglement
Ausserdem wurde beschlossen, dass die bestehende Regelung f√ľr die Entsch√§digungen von Kirchenratsmitgliedern √ľberarbeitet werden soll. Diese sei nicht mehr ad√§quat, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Reglementskommission wird mit der Ausarbeitung beauftragt. Ein Antrag des Kirchenrates, die Reglementskommission personell zu verst√§rken und neu auch mit Vertretern aus der Exekutive der Kirchgemeinden und dem Kirchenrat zu besetzen, wurde hingegen abgelehnt. Die Synode w√ľnschte mehrheitlich, dass dies erst im n√§chsten Jahr angegangen werde.

Besuch der EKS-Präsidentin Rita Famos
In Siebnen erhielten die Synodalen hohen Besuch aus Bern. Rita Famos, die im letzten Jahr neu an die Spitze der Schweizer Reformierten gew√§hlt wurde, √ľberbrachte den Schwyzern die Gr√ľsse der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz.

Gemeinschaft, Glaube, Auftrag
Die Pr√§sidentin erl√§uterte, was den Kantonalkirchen gemeinsam sei und was sie miteinander teilten. Das sind f√ľr Famos die Kirchengemeinschaft, der Glaube und der Auftrag, das Evangelium zu verk√ľnden. Gerade heute stehe die Kirche vor der Herausforderung, ihren Glauben in die heutige Zeit zu √ľbersetzen. Bei Fragen wie der ¬ęEhe f√ľr alle¬Ľ, dem Umgang mit der Corona- Pandemie oder bei politischen Themen zeigten sich die verschiedenen Auffassungen in der Kirche. Da sei es wichtig, so Famos, alle Stimmen aus den Kirchgemeinden und der Fachleute zusammenzubringen. Die kleineren Kantonalkirchen h√§tten den Vorteil, dass sie Strukturen und Projekte rascher umsetzen k√∂nnten als die grossen Kantonalkirchen. Und in der Diaspora h√§tten die Kirchen gelernt, mutig zu sein und die Stimme auch dann zu erheben, wenn sie keine Mehrheit bilden.

ref.ch/Zuber

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