Logo
Politik

Kirchenrat muss Anlagereglement vorlegen

25.06.2019
Die Synode, das Kirchenparlament der Evangelisch-reformierten Kirche, bewilligte den Vorschlag der Rechnung 2018 zwar für Wertschwankungen einzusetzen. Allerdings muss der Kirchenrat dem Parlament eine Anlagestrategie vorlegen.

Das Szenario wiederholt sich: Auch die Rechnung 2018 der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen schliesst besser ab als budgetiert. Bei einem Aufwand von 23,28 Millionen resultiert statt eines prognostizierten Rückschlages von rund 180 000 Franken ein Gewinn von 200 000 Franken. Grund dafür seien höhere Steuereinnahmen, sagte Heiner Graf, für die Finanzen zuständiger Kirchenrat, an der Sommersynode. 

Wohin mit den Überschüssen? 
Was tun damit? Der Kirchenrat schlug an der gestrigen ordentlichen Sitzung der Synode, dem Kirchenparlament der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, vor, diesen Überschuss als Wertschwankungsreserve zu verwenden. Hintergrund des Vorschlages ist, dass die Zinserträge bei Anlagen des Eigenkapitals in den letzten Jahren eingebrochen sind, sich also festverzinsliche Anlagen kaum mehr lohnen. Darum habe die Geschäftsprüfungskommission (GPK) angeregt, die Anlagestrategie der Kantonalkirche zu überdenken, sagt Rita Dätwyler, Präsidentin der GPK, das heisst, stärker in Aktien zu investieren.

Zweifel an Strategie 
Davon waren allerdings zahlreiche Synodale nicht überzeugt. Einerseits müsse sich eine Kirche sehr bewusst die Frage stellen, welche Formen von Anlagen ihr gut anstünden. Andererseits sei es beim derzeitigen Börsenhoch wohl der falsche Zeitpunkt in Aktien zu investieren, brachte Roman Rutz, Synodaler aus Wil, die Bedenken des Parlamentes auf den Punkt. Elimar Frank aus Rapperswil bezweifelte grundsätzlich, ob Anlagen in Aktien überhaupt mit Artikel 2 der Kirchenordnung vereinbar seien. „Beachtet man die darin enthaltenen Grundsätze wie Gerechtigkeit oder Bewahrung der Schöpfung bleiben wohl kaum Aktien übrig, in die man investieren könnte“.

Sozialer Wohnungsbau?
Weiter wollten einige Synodale wissen, ob es nicht sinnvoller wäre, statt in Aktien etwa in sozialen Wohnungsbau oder in Projekte zugunsten von Kindern und Jugendlichen zu investieren.

Schliesslich stimmte die Synode der Verwendung des Überschusses als Wertschwankungsreserve zu. Allerdings möchte das Parlament dem Kirchenrat bei der Form der Anlagegeschäfte stärker auf die Finger schauen. Sie beauftrage den Kirchenrat dem Parlament ein Anlagereglement vorzulegen.

Verabschiedung Redaktor 
Neben der Rechnung bewilligte die Synode den Amtsbericht 2018 und schloss die Bündelung der kantonalkirchlichen Kommunikation ab. Dazu verabschiedete sie das Reglement zum Kirchenboten. Gleichzeitig verabschiedete das Parlament Andreas Schwendener, den langjährigen Redaktor des Kirchenboten. Er tritt in den Ruhestand.

 

Text und Fotos: Kirchlicher Informationssdienst/ Andreas Ackermann – Kirchenbote SG, 25. Juni 2019


Kommentar erstellen
KiK Sommerlager 2020  | Artikel

Angesagt!

Noch ist es nicht ganz eindeutig, doch die Anzeichen mehren sich, dass Lager in den Sommerferien durchgeführt werden können. Deshalb schreiben wir unser traditionelles KiK-Lager einfach mal aus.

Falls sich die Situation wieder verschärft, werden alle Eltern informiert!

4. bis am 11. Juli 2020

Thema: «Clubferien»

Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren sind herzlich willkommen. Wir lagern im Ferienhaus Camelc in Flond GR.

Total 42 Kinder können mitkommen. Auskunft über Kosten und Unterstützungen bei Budgetknappheit gibt es bei der:

Fachstelle Kinder Jugend Familie

Gaby Bürgi Gsell

Oberdorfstrasse 49, 9100 Herisau

Tel. 071 277 54 21  |  Mail gaby.buergi@ref-arai.ch

Falls das Lager stattfindet, werden die Unterlagen Mitte Juni verschickt!

Wir freuen uns einmal mehr auf tolle Lagertage mit vielen verschiedenen Aktivitäten drinnen und draussen!

jetzt anmelden und vorfreuen!


Kirchliches Leben mit dem Corona-Viraus  | Artikel

Es ist wieder möglich!

Ab dem 28. Mai, also auf Pfingsten 2020, sind Gottesdienste wieder möglich. Für die Durchführung gelten die üblichen Vorkehrungen des BAG. Die Kirchgemeinden sind aufgefordert, für Ihre jeweiligen Verhältnisse wirksame Schutzkonzepte zu entwickeln, was in der Woche vor Pfingsten geschehen muss. Interessierte Kirchbürger informieren sich am besten bei der örtlichen Kirchenleitung über die Massnahmen und Möglichkeiten in ihrer jeweiligen Gemeinde.

 

Der Kirchenrat informiert ebenfalls laufend über seine Homepage. Diese erreichen Sie hier