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Kultur

Der Jesus aus der Bundeshauptstadt

26.03.2019
In dem Passionsspiel «Die Probe» verkörpert Mike Baader den Jesus. Ausgerechnet Baader, der als Comedian auf der Bühne steht. Für ihn ist klar, Jesus hatte Humor.

Mike Baader ist Comedian, Radiomoderator, Musiker, DJ, Sprecher, Songwriter und Schauspieler. Seit zwei Jahren spielt der Berner auch Jesus. Das Passionsspiel «Die Probe», feierte 2017 erfolgreich Premiere und wurde an verschiedenen Orten im Kanton Solothurn aufgeführt. Im April geht das Theaterstück erneut auf Tournee.

Doch wie spielt man den Sohn Gottes? «Das ist eine gute Frage», antwortet Baader. Das sei ihm auch durch den Kopf gegangen, als ihn Regisseur Christoph Schwager für die Rolle angefragt habe. «Jesus ist eine Figur, mit der sich viele Vorstellungen verbinden. Viel wurde über ihn geschrieben und er ist für den Glauben von vielen wichtig.» Da konnte Baader nicht frei interpretieren.

Eine charismatische Persönlichkeit
Als er über den Menschen Jesus recherchierte, war er erstaunt, wie wenig man über die historische Gestalt des Nazareners weiss. Für Mike Baader steht fest, dass Jesus eine charismatische Persönlichkeit war, sehr volksnah. Er habe sich ganz in den Dienst der Nächstenliebe gestellt. Der Schauspieler bewundert, wie Jesus konsequent seiner Vision und Berufung folgte und nicht davon abwich, als kritische Stimmen laut wurden und die religiöse und staatliche Macht ihn anfeindeten. Auf der anderen Seite konnte er auch aufbrausen und die Händler aus dem Jerusalemer Tempel jagen. «Auch diese Seite gehört zum Menschen Jesus.»

Vom Theater im Theater
«Die Probe» handelt von einem Theater im Theater. Eine Schauspieltruppe probt ein Passionsspiel. Immer wieder unterbricht die Regisseurin, um zu korrigieren. Die Unterbrüche führen zu Fragen, die sowohl die Antike wie die heutige Zeit spiegeln.

Indem der Oltner Autor und Theatermacher Christoph Schwager die biblische Passionsgeschichte mit der Gegenwart verwebt, berührt der Bericht aus den Evangelien die Zuschauer in ihrer eigenen Lebens- und Glaubenserfahrung. «Die Probe» liefert keine fertigen Antworten, lässt vieles offen und führt das Publikum zum Kern der Botschaft von Karfreitag und Ostern.

Mike Baader, der in Bern lebt, bezeichnet sich selbst nicht als religiös. Als Kind besuchte er den Religionsunterricht. Das gelbe Heftchen, in das Mike die besuchten Gottesdienste eintragen sollte, blieb weitgehend leer, so dass er den Sprung bis zur Konfirmation nicht schaffte.

Kern der Botschaft bleibt aktuell
Trotzdem, sagt Baader, könne man Jesus’ Gebot, den Nächsten wie sich selber zu lieben, in das eigene Leben mitnehmen und danach handeln. Dieser Kern der Botschaft sei heute gleich aktuell wie vor 2000 Jahren, egal ob man religiös sei oder nicht.

Auch wenn Mike Baader heute nicht mehr einer Kirche angehört, findet er es bewundernswert, wenn Menschen religiös sind und sich in ihrem Glauben für andere engagieren. Dafür zollt er ihnen Respekt.

«Kein bitterernster Mensch»
Und, so die letzte Frage an den Comedian: Hatte Jesus Humor? Auch wenn der Alltag hart und brutal gewesen sei und es wenig Grund zum Lachen gab, so habe Jesus sicher Humor gehabt, meint Mike Baader. «Er war kein bitterernster Mensch. Und Humor ist etwas zutiefst Menschliches, er hilft in vielen Situationen.»

Tilmann Zuber, kirchenbote-online, 26. März 2019

Aufführungen: www.dieprobe.ch


KiK Sommerlager 2020  | Artikel

Angesagt!

Noch ist es nicht ganz eindeutig, doch die Anzeichen mehren sich, dass Lager in den Sommerferien durchgeführt werden können. Deshalb schreiben wir unser traditionelles KiK-Lager einfach mal aus.

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4. bis am 11. Juli 2020

Thema: «Clubferien»

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Kirchliches Leben mit dem Corona-Viraus  | Artikel

Es ist wieder möglich!

Ab dem 28. Mai, also auf Pfingsten 2020, sind Gottesdienste wieder möglich. Für die Durchführung gelten die üblichen Vorkehrungen des BAG. Die Kirchgemeinden sind aufgefordert, für Ihre jeweiligen Verhältnisse wirksame Schutzkonzepte zu entwickeln, was in der Woche vor Pfingsten geschehen muss. Interessierte Kirchbürger informieren sich am besten bei der örtlichen Kirchenleitung über die Massnahmen und Möglichkeiten in ihrer jeweiligen Gemeinde.

 

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