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Spiritualität

Mit Jesus und Rimuss ins neue Jahr

5800 Teenager und junge Erwachsene nahmen während fünf Tagen um die Jahreswende in der Messe Basel am Praise-Camp 2018 teil und stiessen mit Worship alkoholfrei aufs neue Jahr an.

Die Eröffnungsshow zeigt gleich zu Beginn, dass hier Profis am Werk sind. «Wir verpacken den Inhalt der Bibel zeitgemäss», sagt Lukas Herzog, Mediensprecher des Praise-Camps. Mit Licht-, Sound- und Pyrotechnik kommt schon in den ersten Minuten Stimmung auf. Die 5800 Jugendlichen tanzen so ausgelassen zur Musik, dass der Boden im Obergeschoss der Messe Basel in Schwingung gerät. Man hofft, dass die Statiker diese religiöse Begeisterung bei ihren Berechnungen berücksichtigt haben.

Heiliger Geist und Vaterunser
Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Veranstaltung nicht von kommerziellen Rock- oder Rapkonzerten, wären da nicht die eingeblendeten Texte auf Englisch und Deutsch, die von Jesus, dem Heiligen Geist und dem Vaterunser handeln. Im Promo-Video zum Praise-Camp auf der Website thematisiert ein Rapper mit Ostschweizer Dialekt das Gebet und das Vertrauensverhältnis zu Gott. Von der Form her sind die Veranstalter auf der Höhe der Zeit.

Professionell ist auch die Medienarbeit. Herzog, Mitte dreissig, mit getrimmtem Bart und Baseball-Cap, nimmt sich viel Zeit und weiss mit Journalisten umzugehen. Kritische Fragen, beispielsweise über Sinn und Unsinn von Grossveranstaltungen oder zur Sexualmoral freikirchlicher Gruppierungen, beantwortet er souverän. Er vermeidet tunlichst, dass der Eindruck entstehen könnte, auf einer Missionsveranstaltung zu sein. Er gibt sich tolerant und weltoffen. Und tatsächlich entsteht das Gefühl, dass sich hier einfach viele gutmeinende Menschen treffen, die der Welt zum Besseren verhelfen möchten.

Ziel des Camps, so Herzog, sei es, die Jugendlichen zu ermutigen, ihre persönliche Beziehung zu Gott zu finden. Gleichzeitig würde man auch selbst ermutigt unter so vielen Gleichgesinnten. «Es ist schön, so viele Menschen zu sehen, die am gleichen Strick ziehen», meint Mediensprecher Herzog.

Freikirchlich geprägt
Veranstalter des freikirchlichen Jugendfestivals sind wie in den Vorjahren die vier Organisationen Bibellesebund, Campus für Christus, King’s Kids und SEA Jugendallianz. Doch auch Katholiken und Reformierte feiern mit. Das diesjährige Camp steht unter dem Motto «Beten». Dazu sagt Peter Reusser, Hauptverantwortlicher des Camps: «Das Gebet ist ein Schlüsselelement in jeder Gottesbeziehung. Wir wollen die Menschen deshalb unterstützen, ihre Beziehung mit Gott aktiv zu gestalten.» Und weiter: «Ich bin voller Hoffnung, dass dieses Camp ein Meilenstein mit nachhaltig positiven Auswirkungen im Leben vieler Teilnehmer wird.»

Beeindruckende Marketingmaschine
Das christliche Jugendcamp, hinter dem eine Marketingmaschine mit dreissig freiwilligen Helferinnen und Helfern steht, die auf allen Kanälen der Kommunikationsklaviatur spielen, ist in der Schweiz das grösste seiner Art. Das Camp bietet den 13- bis 25-Jährigen während fünf Tagen ein breites Angebot, beispielsweise Inputs von Referenten aus dem In- und Ausland, Konzerte, Worship- und Gebetszeiten, Seminare, Freizeit- und Sportangebote.

Vor zwei Jahren haben die Jusos gegen das Praise-Camp bei der Messe Basel interveniert. Aber das ist Schnee von gestern. Heute stört sich niemand mehr am Praise-Camp und die Jugendlichen scheinen eine gute Zeit zu haben und stossen mit Rimuss und Jesus auf das neue Jahr an.

Toni Schürmann, 8. Januar 2019


KiK Sommerlager 2019  | Artikel

Noch Plätze frei!

Vom 6. bis zum 13 Juli gibt es für Kinder von 7–12 Jahren wieder eine tolle Woche im Bündnerland.

Im Lager in Flond hat es noch freie Plätze, die gerne besetzt werden möchten!

 

Mehr Informationen zum Lager in Flond (GR) gibt's HIER

Rückfragen und Anmeldung:

 Fachstelle Kinder Jugend Familie

Gaby Bürgi Gsell, Oberdorfstrasse 49, 9100 Herisau

Tel. 071 277 54 21 (nur für Rückfragen!)

E-Mail: gaby.buergi@ref-arai.ch

 

 


Friedensarbeit gestern und heute - mehr als ein moralischer Appell?  | Artikel

Donnerstag (Auffahrt), 30. Mai,

10.00 Uhr in der Kirche Wolfhalden

Im Gottesdienst-Gespräch begegnen sich  Menschen, die zum Teil bereits seit den 60er Jahren in der Friedensarbeit tätig sind, mit Menschen der jüngeren Generation, die heute aktiv sind.

 

Gesprächsgäste sind:

Ruedi Tobler, Walzenhausen, Präsident des Schweizerischen Friedensrates, ein alter „Ostermarschierer“

Urs Rennhard, Heiden, er war für das DEZA während der Balkankriege in den 90er-Jahren in Bosnien und Herzegowina und der Republika Srpska aktiv; 

Jessica García, Peace Brigades International PBI Schweiz, die bis 2/2019 einen Einsatz in Kolumbien hatte

Paula Schindler und Elisa Hochreutener, Klimagruppe AR, als  junge Aktivistinnen der Klimabewegung